Gute Matratze = gesunder Rücken.
Da wir fast ein drittel unseres Lebens im Bett verbringen, sollte beim einrichten der Ruhestätte berücksichtigt werden, dass bei der Auswahl der Matratze die gesundheitlichen Aspekte des Nutzers berücksichtigt werden. Am wichtigsten ist die ideale Körperlage auf der Matratze; Taille sowie Hohlkreuz müssen von der Unterlage gestützt werden und den Körper entlasten. Es gibt verschiedene Arten von Matratzen wie z.B. Federkernmatzratzen, Taschenfederkernmatratzen, Schaumstoffmatratzen und Latexmatratzen.
Bei flächenelastischen Matratzen sinkt der Körper an den schwersten Stellen großflächig ein. Punktelastische Matratzen dagegen haben die Eigenschaft, nur den Bereichen nachzugeben, in denen der Körper einsinken soll. Bei der Seitenlage beispielsweise sinkt die Hüfte ein und stürzt gleichzeitig die Taille. Federnkernmatratzen haben Stahlfedern unter der Polsterung und stützen den Körper großflächig. Sie verfügen über eine große Elastizität. Der Federkern darf beim liegen auf dem Polster nicht zu spüren sein.
Taschenfederkernmatratzen sind ähnlich wie Federkernmatratzen aufgebaut. Hier sind die Federn in Stoffsäckchen eingenäht. Sie geben eher Punkelastisch nach. Schaumstoffmatratzen sind mehrschichtig aufgebaut. Sie sind elastisch und für verstellbare Lattenroste sehr gut geeignet. Diese Matratzen geben eher punktuell nach und sind auch unterschiedlich konzipiert. So gibt es Schaumstoffmatratzen mit 5-7 Zonen.
Latexmatratzen bestehen meist aus Naturlatex oder aus industriell erzeugtem Latex. Achtung: Naturlatex ist für Allergiker ungeeignet! Latexmatratzen sind ähnlich biegsam wie eine Schaumstoffmatratze und verfügt über einen Kern aus zahlreichen mikrofeiner Luftzellen.
Beim Kauf einer Matratze ist zu berücksichtigen, welche Vorerkrankungen der Käufer hat und welche körperliche Verfassung er hat (Größe, Gewicht). Eine professionelle Beratung ist hier sehr hilfreich. Die Beratung muss kompetent erfolgen und auf Fragen bzw. Bedürfnisse eingegangen werden. Der Berater muss die Liegeposition beim Probeliegen kontrollieren, da ein Laie aufgrund seiner üblichen Liegeposition, erstmal seine ideale Liegeposition als unangenehm empfinden kann. Ein Berater muss zudem alle Vor- und Nachteile seiner Produkte kennen. Er ist dafür verantwortlich, dass der Käufer in den nächsten Jahren einen guten und gesunden Schlaf hat.
Nach dem Kauf einer Matratze, liegt nun die Verantwortung beim Käufer, für einen gesunden Schlaf zu sorgen. Eine Matratze muss regelmäßig gepflegt werden. So ist es besonders wichtig, dass man sie mindestens viermal im Jahr wendet. Nach acht Jahren ist eine Neuanschaffung empfehlenswert.
Eine ideale Matratze hat einen abnehmbaren und waschbaren Matratzenbezug. Nicht nur für Säuglinge und Kleinkinder sind sie wichtig, sondern auch für den normalen Verbraucher. Ein Matratzenbezug schirmt Milben ab, wenn er die Matratze komplett umschließt. Matratzenbezüge sollten bei 60 Grad waschbar sein, denn diese Temperaturen werden gebraucht um vorhandene Milben abzutöten. Beim absaugen einer Matratze empfiehlt sich die Nutzung eines HEPA-Filters. Dieser kann Viren, lungengängige Stäube, Milben, dessen Eier und Ausscheidungen, sowie diverse Bakterien aufsaugen, die sich in der Matratze abgelagert haben. Werden diese Aspekte berücksichtigt, so ist davon auszugehen einen gesunden, guten Schlaf zu haben.
