Bio und Fair Trade Mode.
Echte Biomode zeichnet sich einmal durch die nachwachsenden natürlichen Rohstoffe aus, die aus ökologischem Anbau stammen, wie Hanf, Baumwolle, Brennesel, Leinen oder Jute. Dann durch die ökologische Verarbeitung, was Farben und Ausrüstung betrifft. Und nicht zuletzt durch den Fair Trade.
Was die Farben angeht, so sollten sie pflanzlich sein, wie z. B. Indigo oder Baumwolle, die farbig wächst. Toxikologisch unbedenkliche und schwermetallfreie Naturfarbstoffe sind ebenso erlaubt, wie das Textildruckverfahren, das auf natürlichen Ölen oder Wasser beruht.
Die Ausrüstung ist dazu da, Textilien pflegeleicht, fusselfrei oder schmutzabweisend zu machen. Bei der konventionellen Mode wird dies meist auf chemikalischer Basis gemacht, was die Abwässer belasten oder allergische Hautreaktionen zur Folge haben kann. Auf ökologischer Basis werden die Ausrüstungsverfahren thermisch oder mechanisch durchgeführt, wie z. B. das Sengen, wobei durch Hitze überstehende Härchen von Stoffen, Garnen oder Fasern entfernt werden, die den Stoff dann glatter, schmutzabweisend und feiner machen.
Bio Mode wird auch Fair Trade Mode genannt, wenn sie aus Entwicklungsländern in Industrieländer exportiert wird. Die Fair Trade Mode garantiert den dort arbeitenden Menschen einen fairen Lohn und Arbeitnehmervertretungen. Außerdem wird Kinderarbeit aus der Fair Trade Mode ausgeschlossen. Normalerweise sind die Preise für Öko Mode höher angesetzt, als der Weltmarktpreis, um den Produzenten internationale Sozial- und Umweltstandards garantieren zu können. Die Fair Trade Mode trägt das Fair Trade- Siegel bei Baumwollprodukten. Ein gesondertes Gütezeichen weist noch darauf hin, ob die Mode auch wirklich aus ökologischem Anbau stammt, da das Fair Trade-Siegel für sich alleine keine Aussage darüber macht. Im Gegensatz zu diesem Siegel umfasst die ECOCERT Fair Trade Standards als Gütezeichen immer auch noch den ökologischen Anbau zum Fair Trade.
