Bio und Fair Trade (Fairer Handel).
Darunter versteht man eine Art von kontrollierten Handel, im Rahmen dessen die Erzeugerpreise für die angebotenen Handelsprodukte über den jeweils gerade gezahlten Weltmarktpreisen liegen. Man will über diesen Weg erreichen, dass die Produzenten ein verlässliches, vor allem höheres Einkommen erreichen, als sie es im herkömmlichen Handel erzielen könnten.
Internationale Sozial- und Umweltstandards müssen eingehalten werden. Die auf dem Markt angebotenen Produkte stammen zumeist aus Entwicklungsländern. Im Rahmen des Fair Trade werden vor allem solche Produkte angeboten, die aus den Herstellerländern bzw. vom dortigen traditionellen Handwerk stammen. In so genannten „Weltläden“ werden fair gehandelte Produkte angeboten.
Man findet zum Beispiel anlässlich des Berliner Weihnachtsmarktes in unmittelbarer Nachbarschaft der Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche solche Verkaufsstände vor. Hinsehen lohnt sich immer! Was ist „fairer Handel“? Auf der Grundlage marktüblicher Preise sollen soziale Rechte für benachteiligte Produzenten erreicht werden. Wer als satter Konsument so genannte „Schnäppchen“ aus der Dritten Welt erwerben will, der denkt doch nur an das eine: Hauptsache, es ist billig.
Denken wir in diesem Zusammenhang einmal darüber nach, welche Löhne die Produzenten in Entwicklungsländern erhalten. Das ist in der Regel ein Zehntel von dem, was sie bei uns für vergleichbare Arbeit erhalten würden. Durch fairen Handel soll damit auch erreicht werden, dass Armut gelindert wird und eine nachhaltige wirtschaftliche Entwicklung für die Betroffenen in den Entwicklungsländern in Gang gesetzt werden kann.
